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Mit Inkrafttreten der dritten Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung, welche bis zum 25.11.2022 befristet ist, ergeben sich einige Neuerungen und Veränderungen. Ab sofort reduziert sich die erstattungsfähige Pauschale auf 2,50 Euro brutto (2,10 netto) pro Test. Dieser Anspruch auf Erstattung beschränkt sich auf gelistete Antigen-Tests. 

Neu ist auch, dass die bisherige anlasslose Testung asymptomatischer Personen in Form von kostenlosen Bürgertestungen entfällt. Anlassbezogene Testungen und präventives Testen zum Schutz von besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen soll aber weiterhin beibehalten werden.


Was bedeutet das für Teststationen, Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken?

Durch die Verlängerung der Testverordnung bis einschließlich 25. November 2022, bestehen auch weiterhin Abrechnungsmöglichkeiten für die Bürgertestungen. Unter bestimmten Voraussetzungen können weiterhin kostenlose Bürgertestungen angeboten werden bzw. mit einem Eigenanteil für die zu testende Person.
Neben der pauschalen Vergütung je Test für Sachkosten (bei Selbstbeschaffung) in Höhe von 2,50 Euro brutto (2,10 Euro netto) können für die Test-Durchführung 7,00 Euro brutto abgerechnet werden. Wenn die zu testende Person eine Zuzahlung von 3,00 Euro leisten muss (siehe u. a. Erläuterung), wird die Differenz von 4,00 Euro abgerechnet. Bei Testdurchführung unter Anleitung (überwachter Antigen-Test), können 5,00 Euro brutto anstatt 7,00 Euro brutto abgerechnet werden.


Was bedeutet das für Pflege- und Sozialeinrichtungen?

Mit Blick auf besonders gefährdete Personengruppen soll das präventive Testen u. a. für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, wie z. B. Senioren- und Pflegeheime, weiterhin beibehalten werden. Diese vulnerablen Personen sind aufgrund des Alters und Vorerkrankungen besonders gefährdet. Deshalb sollen auch die dort tätigen Personen sowie Besucherinnen und Besucher weiterhin getestet werden.
Pflegeeinrichtungen können weiterhin im Rahmen des einrichtungsbezogenen Testkonzepts die in der Testverordnung festgelegten monatlichen Kontingente an PoC-Antigen-Tests zur Eigenanwendung beschaffen und nutzen. Die entstehenden Kosten für die Beschaffung und Durchführung können über eine Pflegekasse geltend gemacht werden (gem. Elftes Buch Sozialgesetzbuch).

Wer hat weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest?

  1.  Kinder vor Vollendung des 5. Lebensjahres
  2.  Schwangere im 1. Trimester bis zum Ende des 2. Trimesters
  3.  Personen, die mit einer infizierten Person in demselben Haushalt leben
  4.  Personen, die aufgrund med. Kontraindikation nicht geimpft werden können (Grund muss belegt werden)
  5. Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus in Absonderung befinden, sofern die Testung zur Beendung der Absonderung erforderlich ist
  6. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung oder in den letzten 3 Monaten vor der Testung an Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilgenommen haben


Wer muss eine Zuzahlung von 3 Euro zum Bürgertest leisten?

Personen, die eine Veranstaltung in einem Innenraum besuchen möchten